Mein Gott! Kauft das bloß nicht, diese Wandhalterung ist eine absolute Enttäuschung. Auf der Website sieht sie zwar gut aus, aber sobald man sie anbringen will, braucht man schon einiges an handwerklichem Geschick, um sie richtig zum Laufen zu bringen.
– Zuerst die Anleitung:
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Sie beschreibt alle möglichen Details, zeigt aber nur ein winziges Übersichtsfoto.
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„Suchen Sie sich einfach die passenden Schrauben aus, in Beutel A sind genug.“
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„Ist noch Platz? Dann legen Sie eine Unterlegscheibe dazwischen.“ Zwischen was denn? Halterung und Fernseher? Halterung und Schraube?
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Die Anleitung spricht zwar von der Verwendung der Bohrschablone, zeigt aber ein Foto der bereits montierten Wandhalterung.
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Wenn man die Messanweisungen befolgt, hängt der Fernseher 2–4 cm tiefer als in der Anleitung angegeben. Über der Sonos Arc Soundbar sollten mindestens 10 cm Platz sein. Bei CoolBlue sind es nur 6 cm. Man sagt zwar, man müsse bis zu den Löchern messen, aber sei schlau und miss bis zur Mitte der Löcher (ca. 4 cm hoch), also 2 cm dazu.
– Nachdem du dich durch diesen lästigen Papierkram gequält hast, geht es endlich an die Arbeit. Du hast die Höhe gemessen und sofort die zusätzlichen 2 cm addiert. Und siehe da, die Wasserwaage IN DER HALTERUNG ist total schief. Leg eine richtige Wasserwaage drauf: siehe Foto. Was für ein Witz! Okay, auch das haben wir mit einer richtigen Wasserwaage gelöst. Die Halterung hängt. Gerade! Und in der richtigen Höhe! Juhu! Nächster Schritt.
– Jetzt den Fernseher drauf! Nein, warte, sei schlau und schließ zuerst die Kabel an den Fernseher an. Versuche, sie in den Kabelhaltern der Wandhalterung zu befestigen: Bei mir sind die Kabel sofort wieder rausgefallen. Also habe ich einen Kabelbinder drumgewickelt. CoolBlue hätte das echt selbst testen und beilegen können. Na ja, jetzt kann der Fernseher an die Wand! KLICK!
– Hm.
... Der Fernseher neigt sich etwas nach hinten. An den Halterungen auf der Rückseite fehlte wohl doch eine kleine Unterlegscheibe. Na gut, das beheben wir, wenn nächstes Jahr wieder etwas mehr Glück herrscht. Kurzer Blick mit der Wasserwaage: fast gerade! Zum Glück hat die Halterung Justierschrauben. Ein Inbusschlüssel ist dabei, das sollte also klappen. Den Schlüssel einsetzen: Was für ein Witz! Der Inbusschlüssel ist kalt und nur 10 cm lang. Mein Fernseher hat die Mindestgröße für diese Halterung, 55 Zoll, und ich komme mit diesem Inbusschlüssel einfach nicht richtig an die Schrauben. Die Halterung ist schließlich 1,8 cm dick! Ab in die Garage, um einen passenden Inbus-Bit für den Schraubendreher zu suchen. 20 cm sind das Minimum, um das einzustellen.
– Juhu! Er hängt! Stabil! Gerade (fast)! Angeschlossen! Jetzt noch der letzte Schliff! Schließlich sind ja Magnete an den Kabelenden. Oh, Moment mal, die muss ich ja an der Halterung befestigen, um sie zu „verstecken“. Und die Halterung ist 1,8 cm dick. Und ich bin ja kein Zauberer. Egal, was ich versuche – blindes Tasten, Werfen, Schwingen – ich kriege die Magnete nirgends befestigt. Jetzt sieht es aus, als hätte mein Fernseher zwei schwarze Tampons drin …
– CoolBlue. Ich fühle mich abgezockt, bin traurig, und du gibst mir das Gefühl, die Anleitung wäre von einem Büro geschrieben worden. Tiger. Und niemand, der jemals einen Schraubenzieher benutzt hat, hat das Ding selbst zusammengebaut und getestet.
– Aber die Stecker waren von Fischer DuoPower. Das Ding bleibt nie wieder von der Wand.
– PS: Keine Zeilenumbrüche in der Rezension erlaubt? Viel Spaß beim Lesen … Ach ja, und der Bild-Upload funktioniert nicht.