Die Marshall Heston 120 ist eine luxuriöse 5.1.2-Soundbar, die mich in vielerlei Hinsicht an einen klassischen Marshall-Gitarrenverstärker erinnert. Der Klang ist beispielsweise voluminös und klar, mit realistischen Mitten und Höhen. Die Bässe könnten jedoch etwas tiefer sein. Die Heston 120 wirkt robust und verfügt über ein Bedienfeld mit beleuchteten Drehreglern.
Klare 5.1.2-Kanal-Soundbar
Die Heston 120 ist das größere Modell der Heston 60 und bietet ein überzeugendes 5.1.2-Kanal-System. Die Soundbar verfügt über fünf nach vorne gerichtete Kanäle, einen Subwoofer-Kanal und zwei nach oben gerichtete Kanäle. Dank der beiden nach oben gerichteten Kanäle kommen Technologien wie Dolby Atmos voll zur Geltung. Die Töne dieser Lautsprecher werden von der Decke reflektiert und verteilen sich im Raum, wodurch der Klang aus allen Richtungen zu kommen scheint. Sehen Sie sich beispielsweise einen Film wie Top Gun: Maverick an? Dann klingt es, als würden die Kampfjets direkt über Ihnen hinwegfliegen. Ich finde den Bass der Heston 20 ausreichend, aber er ist nicht die Stärke der Soundbar. Besonders empfehlenswert ist sie für alle, die Wert auf klaren Klang legen. Egal wie laut man die Soundbar aufdreht, die Mitten und Höhen bleiben stets klar. So entgeht Ihnen keine Dialogzeile in einer Serie und kein Detail beim Filmgenuss.
Luxuriöses und klassisches Design
Das Design der Marshall Heston 120 finde ich sehr gelungen. Die markante, schwarze Soundbar ist etwa 110 Zentimeter breit. In unserem Testraum steht sie unter einem 55-Zoll-Fernseher, aber ich könnte sie mir genauso gut unter einem 50-Zoll-Fernseher vorstellen. Für einen kleineren Fernseher ist die Soundbar meiner Meinung nach zu breit. Die Heston 120 bietet alle notwendigen Anschlüsse: HDMI eARC, Ethernet für eine kabelgebundene Internetverbindung und einen Subwoofer-Ausgang für den Heston 200 Subwoofer.
Einfache Bedienung
Was mir sofort ins Auge fällt, ist das Bedienfeld. Mit den Drehknöpfen aus Stahl lassen sich Lautstärke und Höhen-/Bassbalance einstellen. So können Sie beispielsweise beim Film die Bässe verstärken. Gleichzeitig lassen sich aber auch die Höhen hervorheben. Das ist praktisch, wenn Sie Gespräche in einer Talkshow nicht gut verstehen, aber nicht sofort die Lautstärke erhöhen möchten. Mit der Source-Taste wechseln Sie bequem zwischen verschiedenen Klangquellen und mit der Preset-Taste erstellen Sie bis zu drei Voreinstellungen. Die Klangregelung ist auch über die Marshall-App möglich, die ich für meinen Test jedoch nicht benötigte. Das Bedienfeld bietet meiner Meinung nach ausreichend viele Funktionen für eine angenehme Bedienung.