Leider kann ich dieses Produkt nicht empfehlen. Das ist schade, denn Dyson hat einen guten Ruf, wenn es um alles rund ums Staubsaugen geht. Okay, dieser Ruf mag sich halten: Schließlich ist das der einzige Bereich, in dem das Gerät wirklich erstklassige Arbeit leistet. Der Rest – Wischen, Lautstärke, intelligente Funktionen und die Anwendung – hat leider nicht überzeugt.
Wie bereits erwähnt, ist die Saugleistung hervorragend. Es saugt fast alles auf und hat beispielsweise mit Blättern im Flur oder dem Spielsand meiner Tochter keine Probleme. Die Bürsten an beiden Seiten funktionieren gut, und auch das Entleeren in der Ladestation ist problemlos.
Die Wischfunktion ist weniger zufriedenstellend. Ironischerweise hinterlässt der Wischmopp selbst nasse Flecken, bedingt durch eine Kombination aus Manövrierbarkeit, Ausfahren der Wischblätter und der richtigen Feuchtigkeitseinstellung. Trotzdem: Ich hatte mehr erwartet, und es passiert ziemlich oft. Immerhin erreicht der Wischmopp Ecken, da er sich nach links und rechts ausfahren lässt. Beim Staubsaugen und Wischen macht der Roboter natürlich Geräusche, was aber verständlich und durchaus akzeptabel ist, wenn man bedenkt, wie viel er arbeitet. Er fährt übrigens ziemlich schnell und in sauberen Bahnen. Nach dem Saugen und Wischen kehrt er zur Ladestation zurück. Dann denkt man: Okay, nur noch leeren und sauber machen. Aber Vorsicht: Das Trocknen der Wischmopps dauert mindestens drei Stunden, lässt sich nicht standardmäßig deaktivieren (obwohl es in der App möglich ist) und klingt wie ein Föhn (auf niedriger Stufe), der ununterbrochen läuft. Das ist unglaublich nervig… so schlimm, dass meine Frau gar nicht erst widersprechen musste, weil ich schon selbst gesagt hatte, dass ich ihn nicht behalten werde. Wenn man ihn nachts reinigen lassen kann und ihm dann noch drei bis fünf Stunden zum Trocknen gibt, ist es in Ordnung. Solange man nicht zwischendurch schnell etwas reinigen möchte. Ehrlich gesagt: Bei einem Saugroboter lässt man ihn ja gerne seine Runden drehen oder reinigt zwischendurch noch schnell einen Raum… Bei diesem hier überlegt man sich das zweimal! Und dann wären da noch die Intelligenz und die App. Auch hier scheint Dyson auf Spielereien zu setzen und neue Wege zu gehen. Man kann zwar Möbel in den Grundriss einfügen, aber weder die Oberflächenbeschaffenheit noch die Wischrichtung lassen sich anpassen. Teppiche lassen sich auch nicht im Voraus einzeichnen; man muss eine separate „Nur-Staubsauger“-Zone anlegen. Außerdem ist der Grundriss weder besonders scharf noch von hoher Qualität, scheint sich mit der Zeit nicht zu verbessern, und Türschwellen sowie bodentiefe Fenster werden nicht immer erkannt. Auch das nachträgliche Hinzufügen ist nicht gerade intuitiv und manchmal schlichtweg unmöglich. Man könnte meinen: Aber das Gerät ist doch sicher intelligent genug, schließlich steckt ja auch „KI“ im Namen. Nicht ganz, oder besser gesagt: Ich habe es nicht bemerkt, als es sich unter den Esszimmerstühlen verfing, die runde Form des Couchtisches nicht erkannte und sich buchstäblich unter einem Möbelstück einklemmte, was zu Kratzern führte. Ach ja: Der Knopf oben funktioniert auch nicht immer als Notlösung.