Geschrieben von Nathalie
Aktualisiert am
9. Oktober 2026
·
13:35
5 Tipps zum Bohren in Fliesen
Wenn du im Badezimmer oder in der Küche etwas aufhängen möchtest, bohrst du wahrscheinlich in Fliesen. Wenn du dies falsch machst, zerbricht die Fliese oder es entsteht ein hässlicher Kratzer. In diesem Artikel erklären wir dir mit 5 Tipps, wie du problemlos in Fliesen bohrst. Verwende beispielsweise den richtigen Bohrer und vermeide die Fuge.
Erste Schritte mit dem Bohren in Fliesen
Wenn du problemlos in Fliesen bohren möchtest, ist es wichtig, dass du auf einige Dinge achtest. Befolge diese Tipps:
Tipp 1: Wähle den richtigen Bohrer.
Tipp 2: Verhindere ein Abrutschen.
Tipp 3: Beginne langsam.
Tipp 4: Kühle zwischen den Bohrungen.
Tipp 5: Vermeide Fugen.
Tipp 1: Wähle den richtigen Bohrer aus
Bohrer sind für verschiedene Materialien erhältlich, auch für Fliesen. Einen Fliesenbohrer erkennst du an der scharfen Spitze. Mit dieser Spitze bohrst du genau an einer Stelle, sodass das Abrutschen des Bohrers weniger wahrscheinlich ist. So verhinderst du hässliche Kratzer oder kaputte Fliesen. Nachdem du die Fliese durchbohrt hast, bohrst du mit einem Bohrer für das darunter liegende Material weiter. Hinter der Fliese befindet sich beispielsweise Stein oder Beton. Einen Stein- oder Betonbohrer erkennt du an der Spitze mit einer Art „Flügeln“.
Tipp 2: Abrutschen vermeiden
Fliesen sind sehr rutschig, wodurch die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass du beim Bohren abrutschst. Dies verursacht einen hässlichen Kratzer oder eine kaputte Fliese. Mit einem einfachen Trick verhinderst du, dass deine Bohrmaschine wegschießt. Klebe mit Malerkrepp ein Kreuz an die Stelle, an der du bohren möchtest, und setze den Bohrer in die Mitte. Auf dem Klebeband hat dein Bohrer mehr Halt als auf der glatten Fliese. Er schießt dadurch nicht mehr weg. Nach dem Bohren entfernst du das Klebeband.
Tipp 3: Beginne langsam
Die Oberseite einer Fliese ist am anfälligsten. Daher ist es wichtig, dass du langsam mit dem Bohren beginnst, damit die Fliese nicht bricht. Sobald du die oberste (Glasur-)Schicht der Fliese durchbohrst hast, erhöhst du die Geschwindigkeit Schritt für Schritt. So durchbohrst du den Rest der Fliese problemlos.
Tipp 4: Kühle zwischen den Bohrungen
Durch die Reibung beim Bohren wird der Fliesenbohrer sehr heiß. Dies geschieht insbesondere bei harten Materialien wie Granit oder Marmor. Halte daher einen Pflanzensprüher mit kaltem Wasser oder Bohröl bereit, um Schäden vorzubeugen. Du möchten nämlich nicht, dass dein Bohrer verbrennt. Sprühe zwischen den Bohrarbeiten Wasser oder Bohröl auf Bohrer und Fliese. Oder mache alle 10 bis 15 Sekunden eine Pause, bis Bohrer und Material wieder abgekühlt sind.
Tipp 5: Vermeide Fugen
Außer in Fliesen bohrst du auch Löcher in Fugen. Du bohrst leichter in Fugen, weil du mehr Halt hast. Dennoch empfehlen wir es nicht. Aufgrund des Fugenmaterials lösen sich Schraube und Dübel mit der Zeit zunehmend. Besonders in einem feuchten Raum, wie zum Beispiel einem Badezimmer. Dadurch tragen die Fugen weniger Gewicht. Dein Spiegel oder Regal fällt so schneller von der Wand. Für ein solides Ergebnis bohrst du also am besten in Fliesen.
Artikel von Nathalie
Bohrmaschinen-Beratungsprofi.