Ich besitze den i210 Lidar Pro nun seit knapp einer Woche. Mein vorheriger Mähroboter hatte einen Begrenzungsdraht und funktionierte einwandfrei, allerdings riss dieser Draht gelegentlich während der Gartenarbeit. Die Bruchstelle lässt sich dann mit einem kleinen AM-Radio recht einfach lokalisieren. Auch beim Vertikutieren musste ich vorsichtig sein, um den Draht nicht zu beschädigen. Als die Basisstation ausfiel, entschied ich mich für einen Akku-Mähroboter.
Der i210 Lidar Pro war gut verpackt, die Messer waren bereits montiert und ein Satz Ersatzmesser lag bei. Der Akku hatte beim Start ca. 60 % Ladung. Die Inbetriebnahme ist dank der guten Anleitung in einem Online-Video auf der Website kinderleicht.
Nach dem Aufladen fuhr ich manuell über das Grundstück, um die Ränder mithilfe der App zu markieren – ähnlich wie bei einem ferngesteuerten Auto. Daran muss man sich erst gewöhnen, aber Korrekturen sind einfach. Das System wirkt gut durchdacht. Der Mähroboter kann die Ränder auch automatisch erkennen. Ich habe das noch nicht ausprobiert, da eine Rasenkante zu einem Graben abfällt.
Die Einrichtung von Zeitplan, Schnitthöhe, Effizienz usw. ist in der App ganz einfach. Auch die Mähfläche lässt sich über die App anpassen. Bei Bedarf kann der Mähroboter bei Regen pausieren und zur Ladestation zurückkehren.
Ein Mähvorgang mit anschließendem Aufladen dauert etwa 2 Stunden und 10 Minuten. Der Mähroboter mäht lange, parallele Bahnen, beendet diese aber manchmal nicht vollständig und fährt später weiter, um den Rest zu mähen. Dieses Verhalten ist etwas ungewöhnlich, funktioniert aber gut. Allerdings bleibt durch die vielen Wendungen manchmal ein Grasstreifen stehen, nachdem der Mäher die Fläche komplett gemäht hat. Dies ist jedoch im Modus „Schnell und effizient“ der Fall. Ich teste gerade den Modus „Präzise“, daher liegen dazu noch keine Ergebnisse vor.
Laut Navimow-App umfasst mein Rasen insgesamt 771 m², aufgeteilt in zwei Bereiche mit einem Durchgang dazwischen. Der Mähroboter erkennt den Durchgang sehr genau; das funktioniert einwandfrei.
In den ersten paar Runden blieb der Mähroboter einige Male an Ästen und Grasbüscheln hängen, das Gras war aber relativ hoch. Danach gab es keine Probleme mehr. Ich habe ihn noch nicht an Hindernissen getestet, aber er ist weder gegen Bäume noch an Rasenkanten gefahren.
Der Mähroboter reagiert empfindlich auf Unebenheiten im Rasen; insbesondere das einzelne Vorderrad bleibt darin hängen (z. B. in Maulwurfsgängen). Der Mähvorgang stoppt zwar, aber der Mähroboter fährt wieder heraus und umfährt die Unebenheiten. Das Gras wird später aus einem anderen Winkel gemäht, manchmal aber auch gar nicht. Mein vorheriger Mähroboter (mit Begrenzungsdraht) hatte vier Räder und sank daher kaum in Unebenheiten ein.
Die Mähqualität könnte also besser sein, aber das liegt wahrscheinlich hauptsächlich an den Einstellungen. Das scharfe Mähen an Rasenkanten funktioniert recht gut, aber um es zu verbessern, müsste ich die Kantenlinien in der App etwas gerader und präziser einstellen. Als technisch versierter Mensch weiß ich, dass es viele Einstellmöglichkeiten gibt, aber auch für weniger technikaffine Nutzer ist dieser Rasenmäher sehr gut zu bedienen.
Insgesamt eine positive Erfahrung, aber nach nur wenigen Mähvorgängen muss sich der Rasenmäher noch weiter beweisen.