Nachdem ich den Mova V70 nun schon einige Wochen intensiv genutzt habe, bin ich von diesem Saugroboter wirklich beeindruckt. Natürlich gibt es ein paar Bereiche, in denen es noch Verbesserungspotenzial gibt, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden.
Als Erstes fällt die Größe des Geräts auf. Mein vorheriger Saugroboter stand ordentlich unter der Treppe. Der Mova V70 ist dafür einfach zu groß. Schließlich haben wir ihm einen schönen Platz im Wohnzimmer neben dem Kamin gegeben. Zum Glück sieht er modern und stilvoll aus, sodass er nicht aufdringlich wirkt.
Der Mova V70 steckt voller technischer Features. Über die App kann man zwischen verschiedenen Reinigungsprogrammen wählen, wie zum Beispiel CleanGenius, dem benutzerdefinierten Modus und der Reinigung bestimmter Räume.
Mein Lieblingsmodus ist CleanGenius. In diesem Modus wählt der Roboter selbst die beste Reinigungsmethode. Man kann zwischen Staubsaugen und anschließendem Wischen oder gleichzeitigem Staubsaugen und Wischen wählen. Ich persönlich bevorzuge es, zuerst zu saugen und dann zu wischen. So bleibt trockener Schmutz vom Wischgut getrennt, was meiner Meinung nach ein besseres Reinigungsergebnis liefert.
Wir haben einen Teppich in der Küche. Wenn man die Option „Saugen und Wischen gleichzeitig“ wählt, zieht der Mova die Wischbezüge automatisch ein, sobald er auf den Teppich fährt. Das funktioniert erstaunlich gut und verhindert, dass der Teppich nass wird.
Allerdings ist mir sofort ein kleiner Nachteil der Software aufgefallen. Im CleanGenius-Modus lässt sich die Saugkraft nicht manuell einstellen. Der Roboter regelt das vollautomatisch. Das funktioniert meistens gut, aber manchmal hätte ich mir gewünscht, die Saugkraft selbst etwas erhöhen zu können.
Im benutzerdefinierten Modus kann man zwischen Saugen, Wischen oder beidem gleichzeitig wählen. Zusätzlich stehen vier verschiedene Reinigungsprogramme zur Verfügung: Schnell, Standard, Intensiv und Gründlich.
Glücklicherweise lässt sich die Saugkraft beim reinen Saugen manuell anpassen. Wählt man den Modus „Saugen und Wischen“, ist dies leider nicht mehr möglich. Schade finde ich, dass man in diesem Modus nicht erst saugen und dann wischen kann. Das wäre meiner Meinung nach eine sinnvolle Ergänzung für ein zukünftiges Software-Update.
Beim reinen Wischen lässt sich der Feuchtigkeitsgrad der Wischpads von 1 bis 30 einstellen. Stufe 1 ist nahezu trocken, etwa 15 ist feucht und Stufe 30 macht den Boden richtig nass. Es ist toll, dass man hier so viele Einstellmöglichkeiten hat.
Beim ersten Reinigungsdurchgang kartierte der Mova V70 unser Erdgeschoss. Mir fiel sofort auf, wie präzise er navigiert. Zu meiner Überraschung stieß er dabei nirgends an. Auch bei den späteren Reinigungsdurchgängen stieß er kaum irgendwo an. Das passierte im gesamten Testzeitraum nur zweimal, und zwar weil wir Möbel verrückt hatten, nachdem die Kartierung abgeschlossen war. Eine Funktion, der ich im Vorfeld etwas skeptisch gegenüberstand, die mich aber wirklich positiv überrascht hat, sind die ausziehbaren Arme der Seitenbürste und des Wischmopps. Beim ersten Reinigungsdurchgang beobachtete ich, dass der Mova V70 zunächst ganz normal um ein Tischbein herumfuhr. Anschließend drehte er eine zusätzliche Runde, wobei die Seitenbürste ausgefahren wurde, um das Tischbein besonders präzise zu reinigen. Dasselbe passiert beim Wischen: Auch hier fährt der Wischmopp aus, um so nah wie möglich an Tischbeinen und Kanten zu reinigen. Das funktioniert erstaunlich genau und sorgt dafür, dass Stellen, die andere Saugroboter oft auslassen, gründlich gereinigt werden.
Die Akkulaufzeit ist ebenfalls beeindruckend. Nach dem kompletten Staubsaugen und Wischen unseres ca. 50 m² großen Erdgeschosses sind meist noch deutlich über 80 % Akku übrig. Das ist wirklich mehr als ausreichend.
Ein praktisches Extra ist der integrierte Lautsprecher. Der Roboter gibt deutlich an, wann er mit der Reinigung beginnt, wann er saugt, wann er den Staubbehälter leert und wann er wischt. Das macht die Bedienung angenehm und unkompliziert.
Über die App kann man außerdem per Live-Kamera zusehen und den Roboter sogar manuell steuern. Ein gutes Datenschutzmerkmal ist meiner Meinung nach die akustische Ansage des Mova beim Einschalten der Kamera. Heimliches Ausspionieren ist somit unmöglich.
Wie bereits erwähnt, ist das Gerät recht groß, was aber einen guten Grund hat. Es ist mit vielen technischen Features ausgestattet. So verfügt es beispielsweise über einen Frischwassertank, einen Schmutzwassertank, einen Behälter für Reinigungslösung und einen Staubbehälter.
Ich persönlich freue mich sehr darüber, dass der Staub in einem wiederverwendbaren Behälter und nicht in einem Staubbeutel gesammelt wird. Das spart die Kosten für neue Beutel. Während meiner Testphase musste ich den Staubbehälter noch nicht leeren. Wasser musste ich hingegen durchschnittlich alle zwei bis drei Tage nachfüllen.
Gut zu wissen ist jedoch, dass Mova empfiehlt, ausschließlich die eigene Reinigungslösung zu verwenden. Laut Hersteller ist diese auf das Dosiersystem des Roboters abgestimmt, verhindert Verstopfungen und kann für den Erhalt der Garantie wichtig sein. Das sollte man also beachten.